Was können die "Digital Natives"?

In der Diskussion um digitale Kompetenzen in der Ausbildung ist oft die Rede von den Jugendlichen als "Digital Natives", als digitale Profis.
In dieser Vorstellung sind Jugendliche den älteren bei digitalen Kompetenzen weit voraus, weil sie von klein auf mit Computern und Smartphones zu tun hatten. Doch das stimmt so nicht. "Jugendliche sind eher digitale Konsumenten. Viele grundlegende Kompetenzen im Umgang mit Computern fehlen ihnen, weil sie ihnen nie beigebracht wurden", sagt Thomas Michel, Geschäftsführer der Dienstleistungsgesellschaft für Informatik. Viele Ausbilder können das sicher bestätigen: Einen Serienbrief oder eine Präsentation erstellen zu können ist auch für Azubis, die zu Hause seit Jahren einen eigenen PC haben, keine Selbstverständlichkeit. Dies bestätigte 2014 auch die ICILS-Studie, die die Informations- und computerbezogenen Kompetenzen von Achtklässlern in 21 Ländern verglich: In Deutschland hatte ein knappes Drittel der Jugendlichen nur rudimentäre Kompetenzen im Umgang mit digitalen Medien, nur 1,5 Prozent erreichten die höchste Kompetenzstufe. Nächstes Jahr erscheint eine Neuauflage der Studie – dann wird man sehen können, ob sich die Leistungen gebessert haben.

Bildnachweis: © stock.adobe.com/skynesher

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