Aufstiegschancen für Ausbilder

Seit 2009 gibt es Aufstiegsfortbildungen speziell für Ausbilder. Die Nachfrage ist von Unternehmensseite nicht so groß wie erhofft; dabei ist exzellent fortgebildetes Ausbildungspersonal ein Qualitätsmerkmal, mit dem sich auch beim Azubi-Recruiting punkten lässt.
Für hauptamtliche Ausbilder: Geprüfter Aus- und Weiterbildungspädagoge
Seit 2009 haben Ausbilder ebenso wie Weiterbildner die Möglichkeit, mit dem Abschluss „Geprüfte/r Aus- und Weiterbildungspädagoge/in“ zusätzliche Kompetenzen zu erwerben und zu dokumentieren. Dabei lernen die Teilnehmer, moderne berufspädagogische Methoden anzuwenden. Die Fortbildung eignet sich also zum Beispiel für hauptamtliche Ausbilder, aber auch für Trainer und Coaches. Kurse mit meist etwa 500 Unterrichtsstunden bereiten auf die Prüfung vor, in der die Bereiche „Lernprozesse und Lernbegleitung“, „Planungsprozesse in der beruflichen Bildung“ und „Berufspädagogisches Handeln“ behandelt werden. Zur Prüfung zugelassen sind Absolventen einer dreijährigen Ausbildung mit mindestens einem Jahr Berufserfahrung oder Absolventen einer anderen Ausbildung mit zweijähriger Berufserfahrung und bestandener Ausbildereignungsprüfung.

Für pädagogische Führungskräfte: Geprüfter Berufspädagoge
Mit dem Abschluss „Geprüfte/-r Berufspädagoge/-in“ weisen die Absolventen Kompetenzen nach, die sie zu Fachleuten für Bildungsmanagement machen. Im Vergleich mit dem Geprüften Aus- und Weiterbildungspädagogen sind die Lerninhalte noch stärker auf das Gestalten und Organisieren von Bildungsprozessen in Unternehmen ausgerichtet, sie umfassen auch Planungs- und Managementprozesse. Ausbilder, die lediglich die Ausbildereignungsprüfung abgelegt haben, brauchen zur Zulassung mindestens fünf Jahre Berufserfahrung, Geprüfte Aus- und Weiterbildungspädagogen, Fachwirte, Fachkaufleute und Industrie- und Handwerksmeister benötigen nur ein Jahr Berufspraxis. Interessenten mit Hoch- oder Fachhochschulabschluss müssen zwei Jahre im Beruf aktiv gewesen sein. Die Prüfung zum Berufspädagogen ist in die drei Teile  „Kernprozesse der beruflichen Bildung“, „Berufspädagogisches Handeln in Bereichen der Beruflichen Bildung“ und „Spezielle Berufspädagogische Funktionen“ unterteilt. 

Bildnachweis: © stock.adobe.com/YakobchukOlena

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